Christoph Daum würde schwulen Fußball-Profi unterstützen

Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, würde einen schwulen Fußball-Profi bei seinem Coming-Out unterstützen. Das sagte er der „Bild“-Zeitung.

Vor gut einem Jahr war Daum in die Kritik geraten, weil er in der ausgezeichneten DSF-Dokumentation „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ Schwule mit Kinderschändern gleichgesetzt hat. Der Trainer hat sich für seine Aussagen entschuldigt und sich mit dem schwul-lesbischen Fanclub des 1. FC Köln ausgesprochen. Lesben und Schwule waren immer Teil im Leben Daums, sagt er heute: „Das war immer eine absolute Bereicherung für mich. Schon in Istanbul hatte ich schwule Bekannte. Da gibt es eine illustre Schwulen-Szene – sensationell!“, erzählte er der Boulevardzeitung.

Dementsprechend würde er auch einem schwulen Spieler bei seinem Coming-Out helfen. Dass es sie gibt, ist für Daum klar: „Bei etwa zehn Prozent Homosexuellen in Deutschland kann sich jeder ausrechnen, dass es auch unter Fußballprofis schwule Spieler gibt. Wenn ein Profi zu mir käme und sich outen würde, würde ich ihn unterstützen!. Wie das in der Mannschaft ankäme – unter uns wäre das wohl kein Problem. Sobald er dann aber in einem anderen Stadion spielt, ist er dann bei den Fans eine ‚schwule Sau‘ und spielt einen ‚schwulen Pass‘“, kennt Daum die Problematik.

Um seine Unterstützung zu zeigen, ist Daum am 11. Juni in Köln auch beim „Come-Together-Cup“, bei dem hetero- und homosexuelle Teams miteinander spielen. Veranstalter Andreas Stiene freut sich auf Daum: „Manche werden das jetzt als fadenscheinig sehen. Auf mich hat Daum damals und auch jetzt den Eindruck gemacht, dass er tolerant und weltoffen ist.“, erzählt er der deutschen Boulevardzeitung.