Berlin: Lesben-Hotline für Gewaltopfer

Immer mehr Lesben werden in Berlin Opfer von Gewalt. Darauf weist der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) hin. „Aus unseren Beratungen wissen wir von den Drohungen und körperliche Übergriffen, denen Lesben ausgesetzt sind. In letzter Zeit häufen sich zudem Berichte über systematische Angstmache bis hin zu gezielten Vergewaltigungen“, sagt LSVD-Projektleiterin Katharina Doumler dem Onlineportal „dieStandard“.

Eine Notfallhilfe und ein Überfalltelefon gibt es in der deutschen Hauptstadt derzeit nur für schwule Männer. Eine „aus lesbischer Sicht untragbare Situation“, so Doumler. Deshalb hat die Lesben-Vollversammlung des LSVD im Februar gefordert, hier Abhilfe zu schaffen.

Und diese gibt es jetzt: Unter der Telefonnummer 030/44 00 82 42 gibt es ab 5. Mai Hilfe für Lesben, die Opfer von Gewalt wurden. Hier können Lesben Diskriminierungen und Übergriffe melden. In Kooperation mit der Berliner Polizei und anderen Beratungsstellen wird gewährleistet, dass die Opfer die notwenige Unterstützung und Hilfe bekommen.

Der LSVD will sich auch dafür einsetzen, dass Lesben in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. „Wir können das aber nur verantworten, wenn wir zugleich auch ein Mehr an Sicherheit gewährleisten und uns dafür einsetzen. Wir brauchen Maßnahmen, die Lesben Selbstbewusstsein und Sicherheit geben.“, so Doumler. Die Hotline sei ein erster Schritt dazu.