Homosexuelle US-Soldaten: Verteidigungsminister ziert sich

Dass US-Präsident Barack Obama will, dass Lesben und Schwule im US-Militär ihre sexuelle Orientierung offen leben können, sorgt stellenweise für Zurückhaltung. So sagte Verteidigungsminister Robert Gates bei einer Rede an einer Militärhochschule in Carlisle im Bundesstaat Pennsylvania, dass das Thema „sehr, sehr vorsichtig“ angegangen werden müsse.

„Der Präsident hat klargemacht, wohin die Reise gehen soll.“ Die Frage der Homosexualität in den Streitkräften sei aber „ein komplexes und schwieriges Problem“, sagte Gates. Derzeit gilt in der US-Armee das „Don’t ask, don’t tell“-Prinzip. Homosexuelle dürfen prinzipiell nicht dienen, allerdings dürfen Vorgesetzte auch nicht nach der sexuellen Orientierung ihrer Untergebenen fragen. Seit Einführung der Regelung Anfang der 1990er Jahre wurden rund 13.000 Soldaten aus der US-Armee entlassen, weil sie sich zu ihrer sexuellen Orientierung bekannten. Damit ist die Armee der einzige Arbeitgeber der USA, der seine Angestellten aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht nur entlassen darf, sondern dies sogar muss.