Sponsoren wollen keinen schwulen Olympiasieger

Der australische Tumspringer Mathew Mitcham vermutet, dass er weniger Sponsoren bekommt, weil er offen schwul lebt – trotz seiner Goldmedaillie bei den Olympischen Spielen in Peking.

Dem „Daily Telegraph“ sagte er: „Ich habe noch keine Homophobie im Sport erlebt, aber ich hoffe, auch keine in der Geschäftswelt zu erleben – weil ich noch keine Firmen gefunden habe, die sich beeilt haben, mich zu sponsern. Ich habe lang gebraucht, um einen Sponsor nach den Olympischen Spielen zu finden, und das ist noch immer mein einziger.“

Mitcham hat sich in einem Zeitungsinterview kurz vor den Olympischen Spielen geoutet und gilt seitdem als Vorbild für viele junge Schwule. „Ich habe mich entschlossen, das anzunehmen und das bestmögliche Vorbild zu sein“, sagt er dazu.

Bevor er den Wettbewerb in Peking gewonnen hatte, nahm sich Mitcham eine einjährige Pause, in der er wegen seiner Depressionen und Angstzustände in Behandlung war. Im Februar wurde Mitcham von der australischen Regierung als Botschafter für Männergesundheit ernannt.