Deutschland: Frau prügelt schwulen Nachbar krankenhausreif

In der westdeutschen Kleinstadt Kamen wurde eine 48-Jährige verurteilt, weil sie ihren schwulen Nachbarn im Hausflur aufgelauert und mit dem Krückstock krankenhausreif geprügelt haben soll. Das berichtet die „Westfälische Rundschau“.

Der dramatische Zwischenfall ereignete sich am 8. Jänner letzten Jahres: Ahnungslos ging der 23-Jährige den Hausflur entlang. Als er an der Wohnung der türkischstämmigen Hausfrau vorbeiging, riss sie die Tür auf und fing an, ihn mit dem Stock ihres Mannes zu verprügeln. Der junge Mann wurde vollkommen überrumpelt und versuchte, zumindest seinen Kopf vor den Schlägen zu schützen. Die Frau schlug minutenlang auf ihn ein, bis eine andere Mieterin den 23-Jährigen in ihre Wohnung zog.

Vor dem Kamener Amtsgericht stritt die Frau alles ab: Sie betonte, körperlich nicht in der Lage zu sein, einen Mann so heftig zu schlagen. Weiters meinte sie, das Opfer habe ein Problem mit ihrer Herkunft und beleidige sie deshalb ständig.

Der 23-Jährige sagte dann allerdings aus, dass die Frau Probleme mit seiner Homosexualität habe – und mit der Tatsache, dass er mit seinem Lebensgefährten in dem Mietshaus lebe.

Dieser Ansicht schloss sich dann auch das Gericht an. Es sah den tätlichen Angriff als erwiesen an und verurteilte die 48-Jährige zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Zahlung von 250 Euro an eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Rechte Homosexueller einsetzt.