Miss Kalifornien tappt in Polit-Fettnapf

Mit ihren konservativen Einstellungen dürfte sich die amtierende Miss California, Carie Prejean, um den Titel der schönsten Frau der USA geredet haben.

Die 21-Jährige wurde nämlich bei der Wahl zur Miss USA vom offen schwulen Promi-Blogger Perez Hilton, der in der Jury saß, gefragt, was sie denn von der Homo-Ehe halte. Was folgte, war ein Stammeln – gefolgt vom Satz „Wir leben in einem Land, in dem man zwischen gleichgeschlechtlicher oder andersgeschlechtlicher Ehe wählen kann“. Einmal Mut geschöpft wurde sie für die Verhältnisse bei Misswahlen fast schon forsch und setzte ihr Statement fort: „Und wissen Sie, ich denke, in meinem Land, in meiner Familie – ich denke, dass ich glaube, dass eine Heirat zwischen einem Mann und einer Frau erfolgen sollte.“

Einige Zuschauer klatschten, andere buhten sie aus. In seinem Blog nannte Hilton die Antwort „die schlechteste in der Geschichte der Schönheitswettbewerbe“. Im Sender MSNBC sagte er, eine Miss USA solle alle Amerikaner präsentieren. „Und mit ihrer Antwort hat sie auf der Stelle Millionen von Lesben, Schwulen und ihren Freunden ausgeschlossen“.

In einer Fernsehshow klagte Prejean, diese Antwort hätte sie die Krone gekostet – die Wahl zur Miss USA hat schließlich Kristen Dalton aus North Carolina gewonnen. „Ich habe gesagt, was ich fühle. Ich habe eine Meinung ausgrdrückt, die für mich richtig ist, und das ist alles, was ich tun kann“, erklärte die unterlegene Kalifornierin. Im konservativen Fernsehsender Fox News legt sie nach: „Gott hat meinen Glauben getestet“, erzählt sie dort den Journalisten.

Perez Hilton sieht das anders. In seinem Blog erklärt er, sie habe nicht verloren, weil sie gegen die Homo-Ehe ist. „Miss Kalifornien hat verloren, weil sie eine doofe Schlampe ist“, ätzt er.