Wird türkische Lesben- und Schwulengruppe wieder verboten?

Obwohl das oberste Berufungsgericht der Türkei das Verbot der LGBT-Gruppe „Lambda Istanbul“ aufgehoben hat, ist das Europarlament (EP) über die entscheidende Details des Urteils besorgt.

Wie die Intergroup für Lesben- und Schwulenrechte im EP, ein Zusammenschluss von Abgeordneten, heute mitteilt, stört die Abgeordneten besonders eine Formulierung im Urteil. Demnach wäre „eine Auflösung der Gruppe möglich, wenn sie sich auf eine Weise verhalten würde, die ein homosexuelles Verhalten mit dem Ziel fördert, diese Art sexueller Orientierung aktiv zu verbreiten.“

Michael Cashman, Präsident der Intergroup, ist besorgt: „Diese Formulierung gefährdet die Freiheiten von LGBT-Bürgern. Sie steht im Gegensatz zu Bürgerrechten, wie wir sie in Europa verstehen. Wenn die Türkei der EU beitreten will, muss sie alle Mensch gleich behandeln und die Rechte aller Bürger respektieren.“

Die Schließung von Lambda Istanbul wird am 30. April erneut vor einem Istanbuler Gericht verhandelt. Die Intergroup wird dabei die Anhörung mitverfolgen.