New York: Gouverneur will Homo-Ehe einführen

Im amerikanischen Bundesstaat New York hat Gouverneur David Paterson am Donnerstag ein Gesetz eingebracht, das homosexuelle Eheschließungen legalisieren soll.

„Wir haben die Ehre und die Pflicht sicherzustellen, dass Gleichheit für jeden existiert“, sagte der Demokrat Paterson in einer Ansprache. Ob das Parlament den Gesetzesentwurf annehmen wird, ist aber noch unsicher. Es hat bereits im Jahr 2007 einen ähnlichen Entwurf zurückgewiesen: Damals hatte das von den Demokraten dominierte Repräsentantenhaus mit 85 gegen 61 Stimmen für die Homo-Ehe gestimmt, im Senat, wo die Republikaner die Mehrheit hatten, blieb der Gesetzentwurf anschließend jedoch in den Ausschüssen hängen.

Auch wenn heute die Demokraten in beiden Kammern des Parlaments die Mehrheit haben, ist es nicht sicher, dass der Entwurf beschlossen wird: Im Senat beträgt die Mehrheit nur eine Stimme, und manche demokratische Senatoren könnten bei der Homo-Ehe gegen die Parteilinie stimmen.

Sollte das Gesetz angenommen werde, wäre New York der fünfte US-Staat, in dem gleichgeschlechtliche Eheschließungen möglich sind. Vor Vermont, das in der vergangenen Woche ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hatte, hatten sich bereits Connecticut, Iowa und Massachusetts dafür entschieden. In Kalifornien tobt ein erbitterter Rechtsstreit zwischen BefürworterInnen und GegnerInnen der Homosexuellen-Ehe.