Irak: Schwule brutal zu Tode gequält

Arabische Medien berichten, dass islamistische Milizen im Irak schwule Männer qualvoll zu Tode foltern sollen. Unabhängige Bestätigungen für die Meldungen gibt es noch nicht.

Wie der Fernsehsender al-Arabiya berichtet, soll Schwulen der Anus mit einem besonders starken Klebstoff verschlossen werden, anschließend müssen sie ein starkes Abführmittel trinken. Diese Art der Folter, die nach dem im Nachbarland hergestellten Klebstoff „iranischer Kaugummi“ genannt wird, führt zu einem langsamen und qualvollen Tod. Handy-Videos von gefolterten Schwulen sollen auch im gesamten Irak verbreitet werden. al-Arabiya bezieht sich in seinem Bericht auf eine irakische Menschenrechtsaktivistin.

In den letzten Wochen hat sich die Situation für Homosexuelle im Irak extrem verschlechtert: Geistliche sollen wiederholt bei Predigten, die im Satellitenfernsehen ausgestrahlt wurden, dazu aufgerufen haben, Homosexuelle zu ermorden. Außerdem haben sie die Todesstrafe für Lesben und Schwule gefordert. Das Innenministerium bestätigte die Hinrichtung von sechs schwulen Männern durch islamistische Milizen. Auch der Staat selbst steht mittlerweile im Verdacht, Männer wegen ihrer sexuellen Orientierung hinzurichten. Diese Meldung konnte aber nicht von einer unabhängigen Organisation bestätigt werden.