Noch immer US-Einreiseverbot für HIV-Positive

Obwohl die USA ein Ende des Einreiseverbotes für HIV-Positive angekündigt haben, wurde es noch immer nicht umgesetzt. Das berichtet der Terrence Higgins Trust (THT), eine britische Aidshilfe-Organisation.

Nach Informationen des THT müssen HIV-Positive bei der US-Botschaft vorsprechen, um legal in die USA reisen zu können. Sie können ihre Einreisegenehmigung nicht online beantragen, sondern benötigen ein spezielles Visum. Die Einreise wird ihnen nur in besonderen Fällen genehmigt.

Zwar wurde das Gesetz aufgehoben, das HIV-Positiven verbietet, in die USA zu reisen, allerdings gibt es noch immer eine Anweisung des US-Gesundheitsministeriums, die ihnen verbietet, das Land zu betreten.

Der THT hat Anrufe von Betroffenen erhalten, die sich nach der Abschaffung des Gesetzes online für die Einreise in die USA angemeldet haben und an der Grenze abgewiesen wurden. Seinen HIV-Status an der Grenze zu verschweigen, kann Lisa Power THT allerdings auch nicht empfehlen: „Wer nicht um ein Spezial-Visum ansucht und dann seinen Status geheimhält, riskiert eine sofortige Abschiebung und lebenslanges Einreiseverbot in die USA“.