Wiener SPÖ fordert Homo-Partnerschaft

Die Wiener Sozialdemokraten haben auf ihrem Parteitag die Bundesregierung aufgefordert, die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule so schnell wie möglich zu beschließen.

Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo) ist darüber erfreut: “Österreichs Lesben und Schwule haben ein Anrecht darauf, dass ihre Partnerschaft endlich rechtlich abgesichert wird. Dieses Partnerschaftsgesetz muss eine Anerkennung und umfassende rechtliche Absicherung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften – Stichwort gleiche Rechte und Pflichten – beinhalten. Dazu gehört natürlich die Umsetzung aller notwendigen Materiengesetze (ASVG, Pensionsrecht usw.). Auch in der Frage des Eintragungsortes kann es nur das Standesamt geben, die vieldiskutierte Zeremonie regeln ohnedies die Standesämter selbst und nicht der Gesetzgeber”, so Traschkowitsch.

Doch der Parteitag hat auch noch fünf weitere Anträge der SoHo beschlossen. So soll ein Fluchtzentrums für Jugendliche geschaffen werden, die nach einem Outing von ihrem Elternhaus unterdrückt oder gar verstoßen wurden. Beratungsstellen für transidente Personen sollen außerdem finanziell abgesichert werden. Weiters soll ein Verein gegründet werden, der sich „mit der Geschichte von homosexuellen Menschen befasst und als Dokumentationsarchiv für Aufklärungsarbeit und für themenspezifische Aus- und Fortbildung vorgesehen ist“, so Traschkowitsch.