Politiker zufrieden mit Transgender-Gerichtsurteil

Wohlwollend wird unter Politikern die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs aufgenommen, dass Mann-zu-Frau-Transsexuelle keine geschlechtsanpassende Operation mehr brauchen, um amtlich in ihrem neuen Geschlecht anerkannt zu werden.

„Wir müssen auch bedenken, dass manche Menschen den Operationszwang wegen ihres Alters, ihres Gesundheitszustandes oder ihrer sozialen Situation gar nicht erfüllen konnten“, erklärt SPÖ-Menschenrechtssprecherin Marianne Hagenhofer. Für sie ist die Entscheidung „ein entscheidender Schritt zu mehr Menschenrechten und zum Abbau von Diskriminierungen gegenüber Transsexuellen”, so Hagenhofer, die sich darüber erfreut zeigte, dass damit nun auch langjährige Forderungen von SPÖ und SoHo Gehör gefunden haben.

Und auch Ulrike Lunacek, lesbische Nationalratsabgeordnete der Grünen und Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, nannte das Urteil „erfreulich“. „Damit ist der Weg zu neuen Regelungen für Transsexuelle etwa im Namensrecht frei“, sieht Lunacek hoffnungsfroh in die Zukunft.