Extrem-Christen wettern gegen Miley Cyrus

„Hannah Montana“-Star Miley Cyrus wurde jetzt zur Zielscheibe rechtsreligiöser Organisationen, weil sie davin überzeugt ist, dass Gott jeden liebt – auch Schwule und Lesben.

In einer „Twitter“-Diskussion mit Promi-Blogger Perez Hilton sagte sie „Gottes größtes Gebot ist zu lieben – und zu richten ist nicht lieben“ oder „Ich bin eine Christin und ich liebe dich – schwul oder nicht – weil du nicht anders bist als andere! Wir sind alles Gottes Kinder“.

Das ist der American Family Association (AFA) zu viel. Die Organisation, die schon große Firmen wie McDonald’s erfolgreich boykottiert hat, weil sie schwulen und lesbischen Angestellten die gleichen Rechte geben wie heterosexuellen, macht jetzt gegen die kleine Schauspielerin mobil.

In einer Aussendung heißt es: „Solche Aussagen senden unseren Kindern, die von diesem Teenager-Megastar beeinflusst werden, die falschen Botschaften. Die Eltern müssen erkennen, dass Cyrus nicht mehr das positive Vorbild ist, das sie einmal war.“ Dann rufen sie auf, die Sängerin mit Post zu bombardieren: „Senden sie Miley Cyrus einen Brief, dass sie ihre Kommentare nicht teilen“. Massenbriefe sind eine beliebte Taktik der AFA, ihre Feindbilder in die Knie zu zwingen.

Zum Schluss erhebt die AFA noch den Anspruch, alleine die Heilige Schrift interpretieren zu dürfen: „Offensichtlich ist sie verwirrt und versteht die Bibel nicht. Beten wir zu Gott, dass er ihre Augen öffnen möge“, zweifelt die Aussendung an Miley Cyrus Glauben.