„Gesetz gegen Schwulen-Mobbing an Schulen führt zur Homo-Ehe“

Im amerikanischen Bundesstaat North Carolina behauptet ein ranghoher römisch-katholische Priester, dass ein Verbot, Lesben und Schwule in der Schule zu schikanieren, geradewegs zur Homo-Ehe führt. Dabei unterstützen ihn die Bischöfe des Bundesstaates.

Derzeit wird in dem Bundesstaat über ein Gesetz diskutiert, dass „Bullying“ – also Mobbing, Schikanen und Gewalt – an Schulen unter Strafe stellen soll. Das Gesetz soll soll besonders vor Schikanierungen aufgrund bestimmter Merkmale wie Hautfarbe, Behinderungen, Herkunft, sexueller Orientierung oder Geschlechteridentität schützen.

Besonders die letzten beiden Punkte stoßen der römisch-katholischen Kirche sauer auf. Monsignore Michael Clay, der das Diözesanamt für Liturgie leitet, sagte, dass Iowa, Kalifonien und Connecticut ähnliche Gesetze, die Lesben und Schwule vor Mobbing und Gewalt schützen sollen, als Grundlage benutzt wurden, um die Ehe für homosexuelle Paare vorzubereiten. „Es könnte ein Wegbereiter für Handlungen unserer Legislative und/oder Gerichte sein um die gleichgeschlechtliche Ehe anzuordnen“, so Clay. „Es ist mehr als nur ein Verdacht. Das ist ein Ergebnis, dass passieren wird“, so der Geistliche weiter.

Rückhalt bekommt er dafür von den beiden Bischöfen des Bundesstaates: In einer Aussendung der Diözese meinen sowohl der Bischof von Raleigh, Michael F. Burbidge, als auch der Bischof von Charlotte, Peter J. Jugis , dass Mobbing falsch ist, sie ein Gesetz dagegen aber nur ohne die „beleidigenden Fomulierungen“ unterstützen würden. Sie wollen, dass der Gesetzestext Bullying generell verbietet, ohne spezielle Gruppen aufzuzählen. Um dieses Ziel zu erreichen, rufen sie die Katholiken in ihrem Kirchenbezirk auf, ihrem zuständigen Senator eine E-Mail zu schicken – inklusive einem Link zu einer vorformulierten Text.

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