Innenministerin bei Homo-Ehe (fast) auf HOSI-Kurs

Die Besuchstour der HOSI Wien, bei der die Lesben- und Schwulenorganisation unter anderem auch für die Eingetragene Partnerschaft wirbt, geht weiter. Jetzt waren HOSI-Wien-Obmann Christian Högl und Generalsekretär Kurt Krickler bei Innenministerin Maria Fekter bei der ÖVP.

Obwohl Fekter sich bis jetzt in der Öffentlichkeit tendenziell gegen die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule geäußert hat, war sie gegenüber den Vertretern der HOSI Wien erstaunlich offen: „Der Gedankenaustausch über dieses Projekt fand in sehr lockerer und entspannter Atmosphäre statt und dauerte sogar deutlich länger als die vorgesehene Stunde“, so Högl. „Wir waren überrascht, dass sich die Ansichten der Ministerin von unseren Forderungen gar nicht so wesentlich unterscheiden. Die ÖVP wird zwar wie erwartet bei der Adoption und Fortpflanzungsmedizin einer Gleichstellung nicht zustimmen, geht aber sonst nicht dogmatisch, sondern durchaus pragmatisch an das Projekt heran. Und so könnte am Ende durchaus ein für Lesben und Schwule befriedigendes Ergebnis herauskommen.“

Das Gesetz könnte somit wie geplant im Herbst beschlossen und mit 1. Jänner 2010 in Kraft treten.