SoHo kämpft gegen doppelte Diskriminierung

Heute ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen – für die Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo) ein Grund, die Rolle Behinderter in der lesbischwulen Community zu hinterfragen.

Manfred Schütz, Sprecher für Menschen mit Behinderung in der SoHo, erklärt: „Viele betroffene Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen meiden aus Angst die lesbischwule Community. Andere versuchen, wenn irgendwie möglich, ihre Behinderung in der Szene unsichtbar zu machen, indem sie beispielweise Hörgeräte oder Krücken verstecken. In dem Zusammenhang komme ich leider nicht umhin, auch Kritik an vielen Szenelokalen zu üben. Viele Lokale sind oftmals überhaupt nicht barrierefrei. Was spricht zum Beispiel gegen zusätzliche Speise- und Getränkekarten in Brailleschrift? Der österreichische Blindenverband würde sich sicherlich über entsprechende Kooperationen freuen“, zeigt sich Schütz überzeugt.

Dem entsprechend hat sich die SoHo vorgenommen, in den nächsten Monaten die Kombination Queer und Handicap stärker ins Rampenlicht zu rücken.