Mehrheit der Amerikaner will Heer für Homosexuelle öffnen

Einer aktuellen Umfrage der Quinnipiac University zufolge ist mehr als die Hälfte der US-Bürger dafür, dass Lesben und Schwule auch offiziell in den Streitkräften dienen dürfen: 56 Prozent unterstützen in diesem Punkt Präsident Barack Obama, nur 37 Prozent sind dagegen.

Derzeit dürfen Homosexuelle im Militär der Vereinigten Staaten nicht dienen. Militärangehörige können aber ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Vorgesetzten ist es verboten, danach zu fragen. Diese „Don’t ask, don’t tell“-Regelung wurde unter Präsident Bill Clinton eingeführt, der an einer vollständigen Aufhebung des Verbots scheiterte.

Damit sind die Streitkräfte der einzige Arbeitgeber der USA, der seine Arbeitnehmer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren muss. Mehr als 13.000 Soldatinnen und Soldaten wurden bereits entlassen, weil sie schwul oder lesbisch sind.

Präsident Barack Obama und seine Demokratische Partei möchten diesen Zustand ändern, die Republikaner mit Verteidigungsminister Robert Gates sind dagegen. Unlängst erklärte Gates, das Problem sei „sehr kompliziert und müsse vorsichtig angegangen werden.“