Washington D.C. will „fremde“ Homo-Ehen anerkennen

Die amerikanische Hauptstadt Washington D.C. ist der Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen, die in anderen Bundesstaaten geschlossen wurden, einen Schritt näher. Der Stadtrat hat mit 12:1 Stimmen ein entsprechendes Gesetz beschlossen.

Da Washington D.C. aber kein eigener Bundesstaat ist, sondern eine eigene Rechtsform hat, muss der Kongress zustimmen, bevor das Gesetz in Kraft tritt. Damit würden schwule und lesbische Paare, die in Iowa, Vermont, Connecticut, Kalifornien oder Massachusetts geheiratet haben, die gleichen Rechte erhalten wie heterosexuelle Paare.

Gegen das Gesetz hat nur der ehemalige Bürgermeister von Washington D.C., Marion Barry, gestimmt. Bis jetzt war er eher als Unterstützer schwuler Bürgerrechte bekannt. Dass er bei diesem Gesetz nicht mitstimmen konnte, liegt an seiner Wählerschaft: „Jetzt bricht alles auf. Ein Bürgerkrieg könnte ausbrechen. Die schwarze Community ist felsenfest dagegen“. Da 98 Prozent seiner Wähler schwarz sind, konnte er den Entwurf nicht mittragen: „Außerdem sind mindestens 70 Prozent der Menschen, die mit mir gesprochen haben, gegen alles, was mit diesem Thema zu tun hat. Die Prediger glauben, es sei Sünde, und da muss ich sehr sensibel damit umgehen“.