TIMM wirft 25 Mitarbeiter raus

Der erste schwule Fernsehsender Deutschlands, TIMM, hat 25 Mitarbeiter entlassen. Das berichtet die Medienseite DWDL.de. Gleichzeitig reduziert der Berliner Sender seine Eigenproduktionen.

Im Zuge einer kleinen Programmreform wurde das werktägliche Magazin „TIMM Today“ zusammengeschrumpft: Statt einem zwanzigminütigen Magazin gibt es seit letzter Woche unter dem gleichen Namen um 19.55 Uhr, 21.10 Uhr, 22.10 Uhr und 23.10 Uhr kurze Newsflashes mit Moderationen und Einspielern statt vollsynchroner Beiträge. Da diese einfacher zu produzieren sind, hat sich der Sender vor allem von freien Mitarbeitern, die bisher die Beiträge gestaltet haben, getrennt.

Außerdem kann TIMM durch die Newsflashes zu kurze Werbeblöcke ausgleichen, damit die nachfolgenden Programmteile zur gewohnten Zeit beginnen können. Die Sendung selbst werde dadurch „noch aktueller“, wie es bei TIMM heißt.

„TIMM Today“ ist aber nicht die einzige Eigenproduktion, die auf Sparflamme gehalten wird: Auch die Datingshow „Homecheck“ pausiert, soll aber nicht eingestellt werden. Auch ein geplanter Polit–Talk soll derzeit auf Eis liegen. Beim Reisemagazin „Upgrade“ und der Talkshow „Timmousine“ sind neue Ausgaben geplant.

Neues gibt es bei den eingekauften Progammteilen: So zeigt TIMM im Juni zum Beispiel die sechsteilige US-Realityshow „Curl Girls“ über eine lesbische Freundesclique in Los Angeles. Mit „Bump“ zeigt TIMM ab 17. Juni jeden Mittwoch ein neues Reisemagazin. Die kanadische Produktion war das weltweit erste schwul-lesbische Reisemagazin.

Ein weiterer Schwerpunkt im Sommer werden die Christopher Street Days sein: Ihnen widmet TIMM im Juni und Juli breiten Raum in der Berichterstattung.

Links zum Thema