Kongress-Veranstalter halten an „Homo-Heilern“ fest

Ohne Ergebnisse verlief gestern eine Gespräch zwischen dem Deutschen Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS), die in Marburg einen Kongress abhält, bei dem auch Referenten auftreten, die sich für die Heilung Homosexueller aussprechen.

Zwar lehnten die Vertreter des APS Umpolungstherapien ab und waren sich einig, dass Lesben und Schwule aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht krank wären, zu einer eindeutigen Ablehnung von „Reparativtherapien“ waren sie dagegen nicht bereit, da ihrer Meinung nach dieser Begriff noch nicht eindeutig geklärt ist.

Außerdem hält die APS an den umstrittenen Referenten Christel Vonholdt, Markus Hoffmann und Michael Gerlach fest. Sie gehörten, so die Vertreter der Akademie, zum „christlichen Spektrum, innerhalb dessen der Dialog durch den Kongress in Gang gebracht werden soll“.

„Wir wehren uns dagegen, dass ‚Therapeuten‘, die sich nicht den Erkenntnissen der Wissenschaft, sondern religiösen Dogmen verpflichtet fühlen, durch einen Kongress, der von der Universität und der Stadt Marburg unterstützt wird, als seriös aufgewertet werden“, bringt der LSVD in einer Presseaussendung das Problem auf den Punkt. Gegen diese wissenschaftliche und gesellschaftliche Aufwertung der umstrittenen Referenten will der LSVD weiter protestieren, er spricht sich aber deutlich gegen die Anwendung von Gewalt aus.

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