Schwuler Sohn für FP-Mölzer „persönliche Katastrophe“

Lesben und Schwule sind – rund um Life Ball und EU-Wahlen – offenbar das neue Feindbild der FPÖ. Nachdem ein FPÖ-internes Papier Wahlkampfhelfern und Funktionären empfiehlt, die Grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek als Kampflesbe zu diffamieren, hetzt nun auch Spitzenkandidat Andreas Mölzer persönlich gegen Homosexualität.

Im Online-Chat der Tageszeitung „Der Standard“ wurde Mölzer mit den Inhalten seines neuen Buches konfrontiert. Dort warnt er vor einer „Benachteiligung Heterosexueller“, da immer mehr Bürgermeister in deutschen Großstädten homosexuell sind.

Seine Antwort auf diese Frage: „Was jeder privat in seinen 4 Wänden im Bereich seines Intimlebens tut oder lässt, interessiert mich nicht. Da von meinen 6 Kindern 4 Söhne sind, muss ich aber sagen, dass es für mich persönlich eine Katastrophe gewesen wäre, wenn einer von ihnen schwul wäre. Das ist meine persönliche Ansicht. Gesellschaftspolitisch bin ich aber heftig dagegen, dass Homosexualität wie in den nächsten Tagen am Life Ball zum gesamtgesellschaftlichen Vorbild hochstilisiert wird und als zeitgemäßer ‚lifestile‘ heroisiert wird.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Mölzer gegen Lesben und Schwule hetzt: Über den EU-Grundrechtebericht meinte er, mit ihm sollten „marxistischen Vorgaben folgend, die Familie als Keimzelle der Gesellschaft abgeschafft und homosexuelle Beziehungen, die wegen ihrer Kinderlosigkeit für ein Volk ohne jeden Wert sind, aufgewertet werden.“ In Mölzers Wochenzeitung „Zur Zeit“ wurde außerdem Life-Ball-Gründer Gery Keszler als „Berufsschwuchtel“ beschimpft.