Russisches Innenministerium warnt Lesben und Schwule

Das russische Innenministerium hat Lesben und Schwule erneut davor gewarnt, am Samstag an ihrer verbotenen Parade am Rande des Eurovision Song Contests in Moskau festzuhalten.

Die russische Polizei werde bei allen nicht genehmigten Demonstrationen „strikt das Gesetz einhalten“, so der für die öffentliche Sicherheit zuständige Abteilungsleiter im russischen Innenministerium, Leonid Wedenow, gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax. „Wir werden uns wie in allen Fällen bei verbotenen Veranstaltungen verhalten.“

In der Vergangenheit war die Polizei meist hart gegen nicht genehmigte Homosexuellen-Demonstrationen vorgegangen. Vor drei Jahren waren ausländische Unterstützer wie HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der britische Aktivist Peter Tatchell oder der deutsche Grüne Volker Beck bei einer solchen Kundgebung von Neonazis attackiert und verletzt worden. Beck warf der Polizei danach vor, die Demonstranten absichtlich nicht vor den Schlägerbanden geschützt zu haben.