Transsexualität in Frankreich keine Krankheit mehr

In Frankreich soll Transsexualität künftig nicht mehr als Geisteskrankheit gelten. Die französische Gesundheitsbehörde wurde von Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot aufgefordert , die Einstufung von Transsexualität als psychische Krankheit aufzuheben. Bachelot will damit „ein starkes Signal“ setzen. Denn während Homosexualität 1990 aus der WHO-Liste der psychischen Krankheiten gestrichen wurde, ist Transsexualität dort noch immer zu finden.

Transgenderaktivisten begrüßten die Entscheidung genauso wie die Lesben- und Schwulencommunity als „ersten Schritt in die richtige Richtung“. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO sollte sich diesem Weg anschließen, sagte ein Sprecher des Kollektivs gegen die Homophobie im französischen Rundfunk. „Es gilt jetzt, die täglichen Diskriminierungen abzubauen und die Regeln für die Geschlechtsumwandlung zu erleichtern“, sagte er.