Life Ball: Kein Gegenbeweis in Finanzaffäre

Der Life Ball nimmt erstmals zu den Vorwürfen Stellung, Spendengelder nicht ordnungsgemäß verwendet zu haben – allerdings ohne konkrete Daten zu liefern.

In einer Aussendung erklärt Pressesprecher Oliver-John Perry, dass sich der Life Ball „im Hinblick darauf, dass in manchen Medien Gerüchte verbreitet wurden, die unsere Ehrenhaftigkeit in Frage stellen und uns Unkorrektheit im Umgang mit den Einnahmen vorwerfen“, entschlossen habe, seine Geschäftsgebarung „von einer der renommiertesten Wirtschaftsprüfungskanzleien dieses Landes“ prüfen zu lassen – ohne deren Namen zu nennen. Diese Kanzlei werde „entsprechend der Tradition des Lifeballs auch kostenlos“ die Bücher prüfen. Erste interne Untersuchungen hätten bereits ergeben, „dass jeder einzelne Euro widmungsgemäß verwendet wurde“.

Wie schon im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“ angekündigt, will der „Life Ball“ sich jetzt auch um das Spenden-Gütesiegel bewerben. Der Reinerlös der heurigen Veranstaltung liegt übrigens bei 1.490.000 Euro.

Die Finanzgebarung des Life Ball war nach einem Artikel der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ in die Kritik geraten, nach dem die Abrechnung der letzten Jahre lückenhaft sein soll und bis zu 670.000 Euro fehlen könnten. Auf diese konkreten Vorwürfe gehen die Veranstalter bis jetzt nicht ein.