Rumänische Lesben- und Schwulenparade ohne Zwischenfälle

Gegendemonstrationen bereits am Vortag

Flagge von Rumänien
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In der rumänischen Hauptstadt Bukarest sind am Samstag rund 200 Lesben und Schwule für ihre Rechte auf die Straße gegangen.

Mit Luftballons und Regenbogenfahnen im Regierungsviertel

Mit Luftballons und Regenbogenfahnen haben sie sich vor dem Ceaucescu-Palast im Regierungsviertel versammelt. „Wir sind hier im Namen aller, die sich nicht auf die Straße trauen“, sagte der Veranstalter Florin Buhuceanu von der Organisation Accept. Unterstützt wurden die rumänischen Aktivisten von mehreren Mitgliedern des Europäischen Parlaments und den Botschaftern der Niederlande, Schwedens und der Tschechischen Republik.

Die Parade verlief ohne Zwischenfälle. Um dies zu gewährleisten, wurden die Teilnehmer aus Sicherheitsgründen von bis zu 700 Polizisten abgeschirmt. In den vergangen Jahren kam es während der Bukarester Parade öfter zu blutigen Zwischenfällen, und auch heuer war parallel eine Demonstration „für Normalität“ angekündigt.

Am Tag zuvor demonstrierten Rechtsextreme und Orthodoxe gegen die Parade

Die große Veranstaltung gegen die Lesben- und Schwulenparade fand allerdings einen Tag früher statt: Bereits am Freitag haben Rechtsextreme und orthodoxe Christen selbst gegen die Homosexuellen-Kundgebung demonstriert.

Die orthodoxe Kirche Rumäniens legt aber Wert auf die Feststellung, dass sie nicht gegen Homosexuelle sei, sondern nur dagegen, öffentlich für Homosexualität als Normalität einzutreten.