Türkischer Transgender-Mörder festgenommen

In der Türkei wurde der Mörder der transsexuellen Melek K. festgenommen. Sie wurde am 11. April in ihrer Wohnung in der türkischen Hauptstadt Ankara erstochen.

Wie erst heute bekannt wurde, ist der 26-jährige Mann bereits letzten Samstag verhaftet worden. Er soll Melek über eine Prostituierte kennengelernt haben. Als er herausfand, dass sie transsexuell war, kam es zu einem Streit, während dem er sie ermordet hat. Der Täter behauptet, sie hätte ihn mit einem Messer bedroht.

Nach dem Mord hat der 26-Jährige die Leiche nach Geld durchsucht. Nachdem er keines gefunden hat, hat er ihr Handy und die Festplatte ihres Computers mitgenommen. Nach der derzeitigen Rechtsprechung könnte der Mann mit einer geringen Strafe davonkommen, da türkische Richter in solchen Fällen oft eine Provokation durch das Opfer erkennen.

Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender nimmt in der Türkei zu. Die Anwältin Senem Doğanoğlu schätzt, dass alle zwei Wochen ein Mitglied dieser Community ermordet wird. Allein in den letzten sechs Monaten haben zehn Mordfälle die lesbischwule und Transgender-Community in der Türkei aufgeschreckt.