Schwuler Pfarrer in Schottland bleibt Einzelfall

Die anglikanische Church of Scotland hat beschlossen, einen offen schwulen Priester in seinem Amt als Geistlicher der Gemeinde Queen’s Cross in Aberdeen zu bestätigen. Nach über vier Stunden Debatten in der Generalversammung der Kirche hat sie mit 326 zu 267 Stimmen beschlossen, den von seiner Gemeinde gewählten Scott Rennie in sein Amt einzusetzen.

Offiziell ist der Fall kein Musterbeispiel, wie die Church of Scotland mit schwulen und lesbischen Geistlichen umgeht. Rennie wurde von seiner Gemeinde ordnungsgemäß und mit großer Mehrheit gewählt, heißt es aus Kirchenkreisen. Deshalb könne er auch nicht abberufen werden. Für die Zukunft hat die Kirche aber beschlossen, keine homosexuellen Geistlichen mehr als Pfarrer zuzulassen.

Rennie selbst sagte gegenüber der Presse, er sei voller Demut, dass die Generalversammlung Gottes Ruf in seinem Leben und die Rechte der Gemeindeversammlung von Queen’s Cross in Aberdeen anerkannt hat: „Ich bin dankbar, dass unsere Diskussionen heute abend maßvoll und von Respekt für unterschiedliche Ansichten getragen waren. Ich freue mich darauf, nach Queen’s Cross zu ziehen und mich den Aufgaben für meine neue Pfarre zu widmen. Ich bete, dass die Mitglieder der Church of Scotland ihren Weg gemeinsam fortführen können und sich auf Seelsorge, sinnvolle Anbetung und eine prophetische Stimme der Hoffnung in unserem Land konzentrieren“, so der neue Pfarrer von Queen’s Cross.