Transgender boykottieren Londoner Parade

TransLondon, die größte Transgender-Vereinigung in der britischen Hauptstadt, hat angekündigt, heuer den London Pride zu boykottieren. Bei einer Abstimmung unter den Mitglieden haben sich 65 Prozent dafür entschlossen. Es ist das erste Jahr, dass die Vereinigung damit in der jährlichen Parade keine Rolle spielt.

Als Grund gab die Gruppe an, dass Trans-Frauen letztes Jahr keinen Zutritt zu den Damentoiletten hatten und eine von ihnen angeblich sexuell angegriffen wurde.

Außerdem stört TransLondon die Berichterstattung über Transgender in den Medien. In einer Mitteilung heißt es: „Anstatt sich mit der echten Diversität der Trans-Community zu beschäftigen, haben die Mitglieder von TransLondon das Gefühl, dass die Teilnahme an so einer Veranstaltung nur dazu dienen würde, negative Stereotypen der Medien zu unterstützen, die Transgender als „Darsteller aus ‚Grease'“ darstellen und dieses undemokratische Vorhaben stellt einen Angriff auf die diverse Trans-Community Londons dar“.

Die Organisatoren des London Pride bedauern diese Entscheidung und laden sie ein, sie zu überdenken und doch noch an der Parade teilzunehmen.