FDP will Homo-Rechte bei Entwicklungshilfe stärken

Der Wahlkampf bei unseren deutschen Nachbarn hat begonnen – jetzt sorgt sich auch die liberale FDP um die internationalen Menschenrechte von Lesben, Schwulen und Transgender. Sie bringt einen entsprechenden Antrag in den Deutschen Bundestag ein.

Darin fordert die FDP unter anderem die Gleichstellung der Eingetragenen Partnerschaft mit der Ehe und Bildungskonzepte gegen Homophobie.

Anlässlich der bevorstehenden Reform des Transsexuellengesetzes fordert die FDP, wie in Österreich die geschlechtsanpassenden Operationen als Voraussetzung für Änderung des Geschlechts in den amtlichen Dokumenten abzuschaffen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die FDP auf den Kampf gegen Homophobie im Ausland. Sie fordert, die Entwicklungshilfe auch an der Einhaltung der Menschenrechte sexueller Minderheiten auszurichten. Beitrittskandidaten zur EU müssten konsequent die Einhaltung der Menschenrechte von Schwulen und Lesben sicherstellen.

„Europa ist eine Wertegemeinschaft, in der Diskriminierung keinen Platz hat.

Gleichzeitig kann es nicht hingenommen werden, dass gerade Schwule in zahlreichen Staaten Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens mit Gefängnis oder gar Todesstrafe bedroht sind“, erklären die zuständigen Abgeordneten Michael Kauch und Burkhardt Müller-Sönksen in einer Aussendung.

Hintergrund für den Kampf um gleiche Rechte von Homosexuellen im Ausland: Wenn die FDP in die Regierung kommt, könnte ihr offen schwuler Vorsitzender Guido Westerwelle Außenminister werden.