Maryland könnte „fremde“ Homo-Ehen anerkennen

Auch, wenn im US-Bundesstaat Maryland nur heterosexuelle Paare heiraten können – die Ehe von Lesben und Schwulen, die anderswo geschlossen wurden, könnten dort bald anerkannt werden.

Wie das Newsportal „Queer News“ berichtet, prüft der Justizminister von Maryland, der Demokrat Doug Gansler, die Möglichkeit der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen, die in anderen Bundesstaaten oder im Ausland geschlossen wurden. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits in New York. Auch Washington D. C. will anderswo geschlossene Ehen anerkennen, benötigt dafür aber noch die Zustimmung des Kongress.

Für Beobachter könnte das Engagement von Gansler für die Anerkennung auswärtiger Homo-Ehen ein Versuch sein, diese über die Hintertür auch in Maryland zu ermöglichen. Derzeit gibt es dort eine Eingetragene Partnerschaft mit einigen Rechten für den Partner. So haben sie Besuchsrecht im Spital, erhalten Steuervergünstigungen, und die Partner von Staatsangestellten sind bei der Krankenversicherung mitversichert. Eine Ausdehnung der Rechte oder die Öffnung der Ehe scheiterten bis jetzt am Widerstand der konservativen Abgeordneten.

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