USA: Konservativer Ex-Vizepräsident für Homo-Ehe

Der ehemalige konservative US-Vizepräsident Dick Cheney hat sich das erste Mal klar für eine Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare ausgespochen.

Wie die „Washington Post“ berichtet, sagte Cheney, dass „Menschen die Freiheit haben sollten, jede Art der Bindung einzugehen, die sie gerne hätten“. Seine jüngste Tochter Mary ist lesbisch, lebt in einer langjährigen Beziehung und ist seit 2007 Mutter eines Sohnes.

Für Cheney ist diese Sinneswandlung das Ende eines langen Denkprozesses. Während des Präsidentschafts-Wahlkampfes im Jahr 2000 sagte er noch, die Frage der Homo-Ehe sollte den einzelnen Bundesstaaten überlassen werden. Bei der Wiederwahl im Jahr 2004 sprach er sich – anders als die konservativen Republikaner und sein Chef George W. Bush – gegen ein in der Bundesverfassung verankertes Eheverbot für Lesben und Schwule aus. Bereits damals sagte er über die Homo-Ehe: „Meine grundsätzliche Ansicht ist Freiheit – und das meint Freiheit für alle“

Mit seiner Unterstützung für die Ehe-Öffnung ist Cheney sogar liberaler als der derzeitige Präsident Barack Obama. Der liberale Demokrat bevorzugt lediglich Eingetragene Partnerschaften.