FPÖ will Aufklärung über Homosexualität verbieten

Lesben und Schwule sind offenbar die neuen Feindbilder der FPÖ. Nach den Protesten gegen eine Plakatkampagne gegen Homophobie fordert die Rechtspartei nun ein „Gesetz gegen Informationen für Minderjährige, die zu Homosexualität anspornt“.

Auch, wenn die Forderung der Freiheitlichen inhaltlich wie grammatikalisch falsch ist, fordert Eduard Schock von der FPÖ ein solches Gesetz. Vorbild ist eine entsprechende Bestimmung in Litauen, die von der EU schon heftig kritisiert wurde.

„Bezugnehmend auf das bestehende Jugendgesetz muss auch in Österreich die verherrlichende Darstellung von Homosexualität in Kinderbüchern und die dadurch vorangetriebene Zerstörung der Familie verboten werden“, will Schock offenbar in Österreich die Zensur wieder einführen.

Dabei wärmt er wieder seine Kritik am Theaterstück „König und König“ auf, das kindgerecht zeigt, wie sich ein Prinz in einen anderen Prinzen verliebt. Das pädagogisch wertvolle Stück wurde im Kindertheater „Dschungel Wien“ aufgeführt. „Mittels des holländischen Kinderbuches und dem dazugehörenden Theaterstück für Kindergartenkinder werde – quasi durch die Hintertür – suggeriert, dass Homosexualität schick und förderungswürdig sei. Im Umkehrschluss werde dabei suggeriert, daß sich heterosexuelle Menschen Gedanken darüber machen sollen, ob sie nicht etwa ‚falsch gepolt‘ seien. Diese Betrachtungsweise sei familienfeindlich und zudem vor allem für Kinder im Kindergartenalter gänzlich ungeeignet“, heißt es in der Presseaussendung ebenfalls grammatikalisch wie inhaltlich nicht ganz fehlerlos.

„Statt sich ständig damit zu beschäftigen, wie man Kindern Homosexualität schmackhaft machen kann, sollte man sich lieber wieder mit wichtigeren Dingen – nämlich mit dem Schutz unserer Kinder vor sexueller Ausbeutung und der Förderung der Familien auseinandersetzen“, so Schock.