Bremerhaven: Schwules Pinguinpaar zieht Küken groß

Im Zoo von Bremerhaven in Deutschland hat ein schwules Humboldt-Pinguinpaar Nachwuchs adoptiert. 30 Tage lang haben die beiden Männchen das Ei ausgebrütet. Jetzt füttern es die beiden mit Fischen aus dem eigenen Futtertrog.

Die biologischen Eltern haben das Ei ausgestoßen. Daraufhin haben es Mitarbeiter dem schwulen Pärchen untergeschoben, so der Tierarzt des Zoos. Dies habe man bereits einmal versucht, damals jedoch ohne Erfolg. Das Geschlecht des Jungtiers ist noch unklar.

Ein schwules Pinguin-Paar, dass ein Junges großzieht, ist keine Seltenheit: So haben sich auch im Zoo von New York zwei männliche Pinguine um Nachwuchs gekümmert – die Geschichte der beiden war die Basis des Kinderbuches „And Tango Makes Three“, dass Vorschulkindern altersgerecht Homosexualität erklärt.

Im Bremerhavener Zoo leben nach Angaben des Tierarztes derzeit 20 Humboldt-Pinguine, davon sechs in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. 2005 versuchte der Tiergarten, die Homo-Pinguine für eigens aus Schweden importierte Weibchen zu erwärmen – umsonst: Die Homo-Paare waren für weibliche Reize unempfänglich. In ihren Höhlen brüteten sie auf Steinen, die ihnen als Ersatz für die ausbleibenden Eier dienten.