Studie: Homo-Ehe schützt vor HIV-Neuinfektionen

Je weniger Homosexuelle diskriminiert werden, umso geringer ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen unter Lesben und Schwulen. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftswissenschaftler Hugo Mialon und Andrew Francis von der Emory-Universität in Atlanta haben in ihrer Arbeit „Tolerance and HIV“.

Sie haben die Anzahl der HIV-Neuinfektionen in den Bundesstaaten der USA mit der gesetzlichen Situation zur Homo-Ehe verglichen. Ihr Ergebnis: Die Zahl der HIV-Infektionen steigt um vier pro 100.000 Menschen, wenn ein Bundesstaat in seiner Verfassung die Ehe verbietet. Zunehmende Toleranz gegenüber Homosexualität senkt hingegen dagegen die HIV-Infektionsraten, wenn auch nur um einen Fall pro 100.000 Einwohner verringert.

Einer der Studienautoren, Hugo Mialon, formuliert die Schlüsse, die er aus seiner Studie zieht, klar: „Intoleranz ist tödlich. Ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe schreibt diese Intoleranz fest und bringt Schwule dazu, sexuelle Aktivitäten im Untergrund zu bevorzugen, die ein größeres Risiko nach sich ziehen.“