„Vienna Pride“ soll Appetit auf die Parade machen

Am Samstag, den 4. Juli 2009, wird die 14. Regenbogenparade über die Wiener Ringstraße ziehen und über 100.000 Schaulustige und Mitfeiernde anlocken. Damit die Wartezeit bis dahin nicht zu lange wird, stehen die vier Wochen davor heuer bereits zum dritten Mal unter dem Motto „Vienna Pride“.

Eine Fülle an Veranstaltungen stellt unter Beweis, wie vielfältig die lesbisch-schwule und Transgender-Szene unserer Stadt ist. Eine Terminübersicht gibt im Internet es auf http://www.viennapride.at und im Pride Guide, der in allen Szenelokalen und -geschäften aufliegt.

Unter anderem werden Spaziergänge auf den Spuren des schwul-lesbischen Wiens, Informations- und Diskussionsveranstaltungen, Quiz-und andere Shows, ja sogar Wanderungen angeboten – und natürlich jede Menge Warm-ups und Partys.

Den Auftakt zu Vienna Pride 2009 bildet das Straßenfest „Andersrum ist nicht verkehrt“, das am 6. Juni in der Otto-Bauer-Gasse stattfindet. Ebenfalls pünktlich zum Start von Vienna Pride wird diese Woche die multikulturelle Plakatkampagne gegen Homophobie „Liebe verdient Respekt!“ präsentiert, mit der die Beratungsstelle Courage für Toleranz werben möchte.

Das Queer-Filmfestival „identities“ wird außerdem eine Woche lang mit über 100 Produktionen einen umfassenden Einblick in das aktuelle internationale lesbisch-schwule Filmschaffen präsentieren. Auch die Information kommt nicht zu kurz: Podiumsdiskussionen in den Pride-Wochen beschäftigen sich u. a. mit den Themen „Polizei und Transgender“ oder „Blutige Paraden in Moskau“.

Krönender Abschluss der „Vienna Pride“ wird die Regenbogenparade am 4. Juli. Sie steht heuer ganz im Zeichen zweier runder Jubiläen: Einerseits feiern Homosexuelle heuer den 40. Jahrestag des „Stonewall-Aufstands“ in der New Yorker Christopher Street, der als die Geburtsstunde der modernen Schwulenbewegung gilt. Und die HOSI Wien, Österreichs 1. Lesben- und Schwulenverband und seit 2003 Veranstalterin der Regenbogenparade, wird heuer 30 Jahre alt.

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