New Yorker Bischöfe machen Front gegen Ehe-Öffnung

Dass die Ehe auch im US-Bundesstaat New York für Lesben und Schwule geöffnet werden soll, wollen die dortigen römisch-katholischen Bischöfe mit aller Macht verhindern.

„Als Seelsorger von Bürgern in allen Teilen unseres großartigen Bundesstaates wehren wir uns mit einer Stimme gegen eine solch drastische Maßnahme“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Für die Bischöfe sei die Ehe immer die „Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau“ gewesen. Außerdem fordern sie Gläubige auf, gegen die geplante Gleichstellung Homosexueller im Eherecht zu protestieren.

Ihrer Meinung nach widerspricht die Homo-Ehe den Interessen der Regierung: „Der Staat hat ein Interesse daran, die Ehe zwischen Mann und Frau zu fördern. Nur damit gibt es stabile Familien, in denen der Schutz, die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern sichergestellt ist“, meinen die Bischöfe.

Gouverneur David Paterson hat sich bereits klar dafür ausgesprochen, dass auch Lesben und Schwule heiraten können. Das Repräsentantenhaus unterstützt ihn dabei: Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde mit 89 zu 52 Stimmen angenommen. Allerdings verweigern im Senat fünf demokratische Abgeordnete aus religiösen Gründen dem Entwurf die Zustimmung. Sie zu überzeugen und damit die Homo-Ehe auch in New York einzuführen wird nach der Erklärung der Bischöfe noch ein Stück schwieriger.