Finnland: Lesbische Chefredakteurin durfte gefeuert werden

Eine Niederlage vor Gericht hat eine finnische Journalistin erlitten, die nach ihrem Coming Out aus der Firma geflogen ist.

Johanna Korhonen wurde letztes Jahr gekündigt, kurz bevor sie ihre Stelle als neue Chefredakteurin der in Rovaniemi erscheinenden Tageszeitung „Lapin Kansa“ antreten konnte. Der Grund: Nach dem Einstellungsgespräch wurde bekannt, dass sie mit einer Frau in einer Lebensgemeinschaft zusammen lebt.

Daraufhin forderte die 40-Jährige vom finnischen Medienkonzern „Alma Media“ 230.000 Euro Schadenersatz wegen Diskriminierung. Das Gericht in Helsinki lehnte dies ab und folgt damit der Argumentation des Medienkonzerns.

Dieser hatte behauptet, die Kündigung sei nicht wegen der sexuellen Orientierung Korhonens erfolgt, sondern, weil sie darüber beim Anstellungsinterview nicht die Wahrheit gesagt habe. Dies bedeute einen Vertrauensbruch und somit einen Kündigungsgrund.

Korhonen kündigte Berufung an.