Harvard bekommt lesbischwulen Lehrstuhl

Als erste Hochschule der Welt hat die amerikanische Eliteuniversität Harvard einen eigenen Lehrstuhl für lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Studien eingerichtet. Für Rektorin Drew Faust ist dieser „ein wichtiger Meilenstein“, um Lehrveranstaltungen über Homosexualität zu fördern. Dieser Bereich sei laut Faust ein „schnell wachsendes Feld“ der Wissenschaft, damit könne der Lehrstuhl zu „gesellschaftlichem Fortschritt“ beitragen.

Bis jetzt gab es in Harvard – genau wie an anderen US-Universitäten – innerhalb der einzelnen Fakultäten queere Lehrveranstaltungen, zum Beispiel über schwul-lesbische Rechte oder homosexuelle Literaten. Diese werden durch den Lehrstuhl jetzt gebündelt. Finanziert wird dieser durch den „Harvard Gay & Lesbian Caucus“. Diese Vereinigung besteht aus 4.900 ehemaligen und aktiven Studierenden und Lehrkräften. Sie haben die 1,5 Millionen Dollar für den Lehrstuhl aufgebracht.

Die Harvard-Universität in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts gilt als eine der besten Hochschulen der Welt. Dort studieren rund 20.000 Studenten, ein Viertel davon kommt aus dem Ausland.