Gay Pride in Zagreb endet mit rechter Prügelorgie

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb endete die achte Gay Pride am Samstag mit gewalttätigen Ausschreitungen Rechtsextremer und einem Schwerverletzen. Die Polizei nahm mindestens vier extreme Nationalisten fest, die die Lesben- und Schwulenkundgebung angreifen wollten.

Die Parade stand heuer unter dem Motto „Vernichte den Faschismus – Unterstütze den Gay-Aktivismus“, an ihr nahmen mehr als 500 Menschen teil. Sie wurden von einem starken Polizeiaufgebot von den etwa 200 Gegendemonstranten beschützt.

Allerdings lauerten die Rechten nach der Parade den Teilnehmern auf: Dabei wurde eine Person schwer verletzt. Die schwul-lesbischen Aktivisten werfen der Polizei vor, die Gegenkundgebung der gewaltbereiten extremen Nationalisten und Skinheads nicht verboten zu haben.

Bereits in den Jahren zuvor gab es massive Angriffe Rechtsradikaler auf die Parade. Die Polizei konnte letztes Jahr nur knapp einen Anschlag mit einem Molotov-Cocktail verhindern. Heuer wurden die Paraden-Teilnehmer gleich zu Beginn durch Flugblätter aufgefordert, sich nicht von den Rechten provozieren zu lassen.