Litauen: Anti-Homo-Gesetz knapp gescheitert

Mit einer knappen Mehrheit von drei Stimmen hat das litauische Parlament ein Gesetz nicht beschlossen, dass die „öffentliche Verbreitung von zu Homosexualität anspornenden Informationen für Minderjährige“ verbieten wollte. Wie das Internetportal „Gays.de“ berichtet, waren bei der entscheidenden Abstimmung 25 Abgeordnete für das Gesetz und nur zwölf dagegen – das Gesetz scheiterte, weil sich 16 Abgeordnete der Stimme enthielten und es so die Mehrheit verpasste.

Wäre das Gesetz in Kraft getreten, wäre jede öffentliche Thematisierung von Homosexualität ein Verbrechen gewesen, von Aufklärungsarbeit an Schulen bis zum CSD. Dagegen haben Verbände und Organisationen der schwul-lesbischen Community Litauens massiv protestiert.

Anlass für den Gesetesentwurf war das Kinderbuch „König und König“ der Niederländerin Linda de Haan. In dem Buch verliebt sich ein Prinz in einen anderen Prinzen. So soll Kindern altersgerecht Homosexualität erklärt werden.

In Österreich hat die Wiener FPÖ ein ähnliches Gesetz gefordert.