Bombenanschlag nach Parade in Sao Paulo: 21 Verletzte

Mindestens 21 Verletzte gab es bei einem Bombenanschlag in Sao Paulo auf Teilnehmer der 13. Gay Pride Parade in der größten Stadt Brasiliens. Das berichtet die „Latin American Tribune“. Mit drei Millionen Teilnehmern gilt die Parade als die größte weltweit.

Der selbstgebastelte Sprengsatz wurde nach der Parade um etwa 21 Uhr auf einen belebten Platz im Lesben- und Schwulenviertel der Stadt geworfen. Zu diesem Zeitpunkt ließen dort dutzende Teilnehmer der Parade die Feier ausklingen.

Mindestens 21 Feiernde wurden durch Bombensplitter verletzt. Sie konnten sofort verarztet werden, weil die Notärzte der Parade vor Ort waren. Die meisten Opfer wurden nur leicht verletzt, fünf von ihnen mussten aber ins Krankenhaus.

Zeugen berichteten, die Bombe wurde von einem Gebäude aus auf den belebten Platz geworfen. Und sie war nicht der einzige homophobe Zwischenfall während der Paradenfeierlichkeiten: Ein 17-jähriger Teilnehmer liegt im Koma, nachdem ihn eine Gruppe Unbekannter nach der Parade in einer verlassenen Straße überfallen hatte. Ein weiterer Jugendlicher musste wegen Stichverletzungen behandelt werden, ein Dritter wurde während der Schlussveranstaltung angegriffen.

Links zum Thema