USA: Gewalt gegen Schwule und Lesben wird mehr und brutaler

In den USA gibt es nicht nur immer mehr Angriffe auf Schwule, Lesben und Transgender, sie werden auch immer gewalttätiger. Das geht aus dem Jahresbericht der National Coalition of Anti-Violence Programs (NCAVP) hervor.

Insgesamt wurden im Jahr 2008 2.424 Fälle von homophober Gewalt registriert – zwei Prozent mehr als im Vorjahr und 26 Prozent mehr als 2006.

Allerdings dürfte es mehr Hass-Verbrechen geben, da die Dunkelziffer erfahrungsgemäß hoch ist. Außerdem wurden 29 Morde aus Homophobie gemeldet. Das sind 28 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 1999 nicht mehr.

Sharon Stapel von der NCAVP vermutet, hinter dem Anstieg steht der Kampf für gleiche Rechte: „Wir sind viel sichtbarer geworden. Das erhöht leider auch das Risiko einer Gegenreaktion, wie wir sie gerade sehen“, so Stapel.

Um die Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transgender einzudämmen, sollen solche Verbrechen unter die „Hate Crime Laws“ fallen und so härter bestraft werden. Zuletzt stimmte das Repräsentantenhaus einem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Derzeit gelten diese Gesetze nur für Verbrechen, die wegen der Rasse, Hautfarbe, Religion oder nationalen Herkunft des Opfers begangen wurden.