Regenbogenparade heuer im Zeichen zweier Jubiläen

Am 4. Juli feiert Wien wieder die Regenbogenparade. Tausende Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und ihre Freunde werden die Ringstraße „andersrum“ entlangmarschieren, um zu feiern und für gleiche Rechte zu protestieren.

Heuer steht die Parade unter dem Zeichen zweier Jubiläen: „Jenes denkwürdige Ereignis, auf das die Gay-Pride-Paraden in aller Welt zurückgehen, der sogenannte Stonewall-Aufstand, jährt sich zum 40. Mal: Im Juni 1969 hatten sich Homo- und Transsexuelle bei einer Razzia in der Stonewall-Bar in der New Yorker Christopher Street erstmals mutig gegen Polizeiwillkür zur Wehr gesetzt. Das zweite runde Jubiläum betrifft die HOSI Wien selbst: Der 1. Lesben- und Schwulenverband Österreichs feiert heuer seinen 30. Geburtstag“, erklärt Christian Högl, Obmann der HOSI Wien, die heuer zum siebten Mal die Parade veranstaltet.

„In diesen 40 Jahren hat die internationale Lesben-, Schwulen- und Transgender-Bewegung viel erreicht, und auch in Österreich können wir stolz darauf sein, welche bedeutenden Veränderungen wir in den letzten drei Jahrzehnten durchgesetzt haben“, ergänzt HOSI-Wien-Obfrau Jona Solomon. Aber dennoch ist noch viel zu tun. So gibt es in Österreich noch immer keine Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule, und rechte Parteien hetzen nach wie vor gegen Homosexuelle. „Daher hat auch die Regenbogenparade weder an Aktualität und Bedeutung noch ihre Existenzberechtigung verloren“, so Solomon. „Sie ist nach wie vor ein starkes Statement für Sichtbarkeit und gegen Diskriminierung.“

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