„Homo-Leichen“ in der Innenstadt von St. Gallen

Homosexuelle Jugendliche sind laut Studien vier- bis sechsmal stärker selbstmordgefährdet als ihre heterosexuellen Altersgenossen. Darauf hat die lesbischwule Jugendgruppe „Expect“ mit einer ungewöhnlichen Aktion in der Schweizer Stadt St. Gallen aufmerksam gemacht.

Die Mitglieder der Gruppe haben in der Innenstadt von St. Gallen mit Kreide die Umrisse von rund zwanzig „Leichen“ auf den Boden gemalt und mit entsprechenden Sprüchen versehen, zum Beispiel „Gegen Homosexualität ist kein Kraut gewachsen“. „Wir wollen zum Denken anregen und aufzeigen, wie schlecht die Situation von jugendlichen Homosexuellen ist“, erklärt Michael Müller von „Expect“ der Schweizer Zeitung „20 Minuten“. Außerdem war neben den Kreideumrissen ein Hinweis auf eine Internetseite, die Jugendlichen Hilfe und Beratung beim Coming Out bietet.