Muskelprotze haben mehr Sex und weniger Abwehrkräfte

Zwei interessante Ergebnisse hat eine Studie der Universität Pittsburgh hervorgebracht: Auf der einen Seite haben Muskelmänner mehr Sex. Auf der anderen Seite haben sie ein schwächeres Immunsystem. Diese Kombination könnte sie auch anfälliger für HIV machen.

Für die Studie hat der Psychologe William Lassek die Daten von über 5.000 Männern zwischen 18 und 49 Jahren untersucht. Sie haben zwischen 1988 und 1994 an Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen. Dabei stellte er fest, dass die Muskelmasse entscheidend für die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr ist – mehr Muskeln bedeuten auch mehr Sex.

Allerdings haben diese Männer durchschnittlich weniger weiße Blutkörperchen. Sie wehren Krankheiten ab. Auch andere Teile des Immunsystems sind bei schlacksigen Männern stärker ausgeprägt. Schuld daran ist das Hormon Testosteron. Auf der einen Seite regt es das Muskelwachstum an, auf der anderen Seite unterdrückt es das Immunsystem.

Das heißt, Männer mit viel Muskelmasse haben prinzipiell ein größeres Risiko, an einem Schnupfen oder einer Grippe zu erkranken. Für die schwule Szene bedeutet es aber auch etwas Anderes: Da diese Männer mehr Sex haben und das statistische Risiko, sich mit HIV zu infizieren, mit jedem Geschlechtsverkehr steigt und sie ein schwächeres Immunsystem haben, müssen sie besonders auf Safer Sex achten.