Bushido: Attacke auf Berliner CSD-Teilnehmer

Einen gewaltsamen Zwischenfall gab es am Samstag in Berlin beim „transgenialen CSD“, einer politischen Gegenveranstaltung zum traditionellen CSD in der deutschen Hauptstadt: Der als homophob bekannte Rapper Bushido beschimpfte Paradenteilnehmer, seine Freunde bedrohten sie, die Polizei musste einschreiten.

Rund 2000 Teilnehmer hatten sich zu der Demonstration versammelt, als sie bei der U-Bahn-Station Schlesisches Tor auf den Rapper trafen. Bushido war mit etwa zehn Freunden bei einer Imbissbude, als er begann, die Teilnehmer am CSD mit schwulenfeindlichen Parolen zu beschimpfen. Bereits in der Vergangenheit war Bushido immer wieder durch homophobe Beschimpfungen aufgefallen.

Die Teilnehmer bespritzen den Berliner mit Getränken, als die Situation eskalierte. Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, bewarfen die Freunde des Rappers die CSD-Teilnehmer mit Glasflaschen und bedrohten sie angeblich auch mit einer abgebrochenen Glasflasche.

Dass sich die lesbischwule Gruppe auch dadurch nicht einschüchtern ließ, haben sich die harten Jungs offenbar nicht gedacht: „Der Rapper Nyze, welcher Bushido begleitete, sprang auf und nahm eine drohende und eine situationsbedingt eher albern wirkende Haltung ein“, berichtet ein Teilnehmer in seinem „Starblog“ über den „alternden Musikant mit Aufmerksamkeitsdefizit“. „Damit die Situation nicht weiter eskalierte, mussten Beamte der Berliner Polizei eingreifen“, heißt es weiter in der „Berliner Morgenpost“.

Blogger berichten außerdem, dass das selbsternannte Ghetto-Kid dann ein äußerst uncooles Verhalten an den Tag legte: Er suchte schnell den Schutz der Polizei, um zu seinem Wagen zu gelangen und wegzufahren.

Dass der Rapper zufällig auf den „transgenialen CSD“ traf, wollen einige Teilnehmer nicht glauben. Im „Starblog“ heißt es weiter: „Mir fehlt die Vorstellungskraft, dass dieser am frühen Sonnabendnachmittag an einer schlechten Imbissbude in Begleitung von 8-10 Personen sitzt und Pommes isst – ausgerechnet dort, wo der einmal jährlich stattfindene Transgeniale CSD vorbeikommt.“

Für eine PR-Aktion des „abgehalfterten Deutschrappers“ würden auch „die geschmacklose, aber sehr auffällige neongrüne Oberbekleidung des C-Promis“ sprechen, sowie die Tatsache, „dass der gesamte Vorfall von einer Person aus seiner Begleitung mit einer halbwegs professionell aussehenden Kamera gefilmt wurde“.

Nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ wurde Bushido mittlerweile wegen Beleidigung angezeigt. Unbestätigten Berichten zufolge gab es bei dem Zwischenfall auch unter den Demonstranten Verletzte.

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