Regenbogenparade: Abschlussfeier mit Lutricia McNeal

Lutricia McNeal ist der Höhepunkt bei der Schlussveranstaltung der am Samstag stattfindenden Regenbogenparade. Die in Schweden lebende Amerikanerin hatte vor zwölf Jahren mit „Ain’t That Just The Way“ einen Nummer-zwei-Hit in Österreich, im November 2004 zog sie sich für den „Playboy“ aus.

Mit McNeal und den weiteren Acts bei der Schlussveranstaltung – zum Beispiel der jungen Rockband „My Sister’s Name is Frank“ – feiert die HOSI Wien eine Regenbogenparade, die im Zeichen zweier Jubiläen steht: „Jenes denkwürdige Ereignis, auf das die Gay-Pride-Paraden in aller Welt zurückgehen, der sogenannte Stonewall-Aufstand, jährt sich zum 40. Mal“, erklärt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. „Das zweite runde Jubiläum betrifft die HOSI Wien selbst: Österreichs 1. Lesben- und Schwulenverband feiert heuer seinen 30. Geburtstag.“

Diese Parade ist auch die größte, die die HOSI Wien bis jetzt veranstaltet hat: „Dieses Jahr hat sich eine Rekordzahl von Gruppen zur Teilnahme an der Regenbogenparade angemeldet“, freut sich Jona Solomon, Obfrau der HOSI Wien. In den letzten Jahren gab es verstärkt Kritik an der schwindenden Größe der Parade. Besonders das Fehlen der Lesben- und Schwulenorganisationen aus den Bundesländern sorgte in den letzten Jahren für Enttäuschung.

Bei der offiziellen Pressekonferenz für die Parade betonte die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger von der SPÖ auf die Bedeutung der Parade „als gemeinsames politisches Statement aller TeilnehmerInnen und BesucherInnen gegen Diskriminierung, aber auch für Lebensfreude und Engagement. Damit bezieht Wien klar Position und zeigt, dass Diskriminierung keinen Platz in der Stadt hat, denn Wien lebt von seiner Buntheit und Vielfalt.“

Grußworte und eine Unterstützungserklärung erhielt die HOSI Wien auch von Simon Smith, dem britischen Botschafter in Wien, der in einem Schreiben all jenen seine Unterstützung ausdrückte, „die sich an diesem Fest der Vielfalt beteiligen werden“. Smith betonte auch, dass es bei einem Fest der Vielfalt nicht darum gehe, „für einen bestimmten Lebensstil einzutreten, sondern darum, Respekt vor den grundlegenden Menschenrechten zu fördern. Es geht um die Essenz unserer europäischen demokratischen Werte.“

Die Regenbogenparade beginnt heuer um 15.00 Uhr und zieht vom Stadtpark aus gegen die Fahrtrichtung – andersrum – über die Ringstraße bis zum Schwarzenbergplatz, wo bei freiem Zutritt die große Open-Air-Schlussveranstaltung gefeiert wird. Diese endet um 22 Uhr mit dem Donauwalzer.

Danach beginnen die großen Parties, die offizielle Pride Night findet im Ostklub und im Brute statt, mit einem Ticket können beide Events besucht werden.

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