Event-Marathon nach der Regenbogenparade

Heute ist es soweit – Punkt 14 Uhr setzt sich die Regenbogenparade wieder in Fahrt. Traditionell geht der Zug vom Stadtpark über die Ringstraße zum Schwarzenbergplatz – natürlich andersrum als die normale Fahrtrichtung. Angeführt wird die Parade auch heuer wieder von einem Pride-Girl- sowie einem Pride-Boy-Paar in auffälligem Regenbogen-Bodypainting.

Doch dann geht das Feiern erst richtig los: „Im Anschluss an die Regenbogenparade wird es ein fulminantes Programm geben“, weiß Martina Glanzl vom Paraden-Organisationsteam der HOSI Wien: „Nach der Parade, zu der wir wieder mehr als 100.000 TeilnehmerInnen und Zaungäste erwarten, wird am Schwarzenbergplatz Miss Candy, Österreichs bekannteste Drag-Queen, die rund viereinhalbstündige Abschlusskundgebung, die Celebration, moderieren.“

So werde ab etwa 17.30 Uhr wie jedes Jahr DJ Sonic und DJ Sonic Junior mit heißen House-Rhythmen dem Publikum einheizen. Das reichhaltige Musikprogramm des Abends beinhaltet dann „My sister’s Name is Frank“, eine junge Rockband aus Ostösterreich, „Friek“, die schon letztes Jahr für tolle Partystimmung sorgten, sowie die A-capella-Gruppe „gudrun“ mit ihren vier außergewöhnlichen StimmkünstlerInnen. Höhepunkte der Live-Acts werden Valerie Sajdik und Lutricia McNeal, der in Schweden lebende US-Pop-Star der 1990er, sein.

Doch die Parade ist nicht nur eine große Party: „Neben der Unterhaltung wird jedoch auch die Politik nicht zu kurz kommen: Als Rednerinnen auf der Celebration werden wir unter anderem Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die grüne Europa-Abgeordnete Ulrike Lunacek sowie Stadträtin Sandra Frauenberger begrüßen können.“

Doch auch danach kann weitergefeiert werden: „Nach der Abschlusskundgebung, die um 22 Uhr traditionell mit dem Donauwalzer endet, wird aber noch an vielen Orten in Wien weitergefeiert werden“, ergänzt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl. „Dabei wird es heuer eine Premiere geben: Die ‚Official Pride Night‘ wird in zwei Top-Locations gleichzeitig stattfinden, nämlich im Ost-Klub am Schwarzenbergplatz und im nahegelegenen ‚Brut‘ im Künstlerhaus am Karlsplatz, wobei man mit einer Eintrittskarte beide Veranstaltungen besuchen kann. Ein Teil der Eintrittsgelder kommt übrigens der Paradenfinanzierung zugute“, so Högl. Auch andere lesbischwule Clubbings wie das „Heaven“ im Camera Club oder der „Meat Market“ am Badeschiff haben ihre eigene Paraden-After-Show-Party.