Regenbogenparade: Politiker fordern mehr Rechte für Lesben und Schwule

Rechtzeitig vor der Regenbogenparade fordern auch die lesbischwulen Vertreter der politischen Parteien Gleichstellung für Lesben und Schwule.

Für die Grünen kritisiert Europa-Abgeordnete Ulrike Lunacek die Untätigkeit der Regierung beim Lebenspartnerschaftsgesetz: „Österreichs Lesben und Schwule erleben derzeit ein Deja-Vu: Einige MinisterInnen versprechen ein Partnerschaftsgesetz, doch ihre jeweiligen Parteichefs hüllen sich in Schweigen und verweisen auf Arbeitsgruppen. Kanzler und Vizekanzler sollen endlich die Diskriminierung beenden“, fordert Lunacek von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll. Österreich sei in Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsfragen „europäisches Schlusslicht“, so Lunacek weiter.

Und Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) fomuliert die „Maximalfoderungen der SPÖ“: „Wir wollen mehr! Ehe öffnen! Regenbogenfamilien fördern! Diskriminierung verbieten!“ Ein erster Zwischenschritt dafür werde das Lebenspartnerschaftsgesetz sein, das voraussichtlich am 1. Jänner 2010 in Kraft treten wird. Und: „Niemand darf wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden, deshalb fordern wir auch die Aufnahme des Schutzes der sexuellen Orientierung in die Verfassung“, so Traschkowitsch weiter.