Uganda: Schwulenhetze im Fußball

Das afrikanische Land Uganda hetzt wieder gegen Homosexuelle. Diesmal kämpft die Regierung gegen Schwule im Fußball.

Auslöser für die aktuelle Hexenjagd waren Behauptungen des Fußballers Isaac Omalla, der beim Horizon FC spielt. Er hat seinen Trainer Charleys Ayeko beschuldigt, ihn sexuell belästigt zu haben.

Sportminister Charles Bakabulindi erklärte daraufhin, ein Berufsverbot gegen homosexuelle Sportler verhängen zu wollen. Alle Trainer sollen dazu auch einen entsprechenden Verhaltenskodex unterschreiben: „Der Kodex wird die Unzucht verurteilen, ebenso wie jegliche Unterstützung für Unzucht“, so Stone Kyambadde, Vizepräsident des Fußballbundes von Uganda.

Durch das harte Vorgehen gegen Schwule könnte das 31 Millionen Einwohner zählende afrikanische Land seinen Nationaltrainer verlieren. Der Schotte Bobby Williamson hat den Kodex bislang noch nicht unterschrieben. Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder gegen Diskriminierung im Fußball ausgesprochen.

Und auch international könnte sich Uganda mit seiner Schwulenfeindlichkeit ein Eigentor schießen: Nach Angaben der Zeitung „Scotsman“ könnte das Land aus dem internationalen Fußballverband FIFA ausgeschlossen werden, wenn es Spieler wegen ihrer sexueller Orientierung ausschließt.

Homosexualität wird in Uganda mit bis zu lebenslanger Haft bestraft, 95 Prozent der Einwohner befürworten dieses Verbot.